Das BERG WERK eröffnet

Heute abend, am ersten großen Sommertag des Jahres, eröffnet das BERG WERK. Im BERG WERK wird das leer stehende alte Rathaus der Gemeinde für eine (zunächst) kulturelle Zwischennutzung den Bürgern zur Verfügung gestellt. Es beginnt mit einer Ausstellung des Allmannshauser Photographen Quirin Leppert und einem Konzert der Münchner Blues-Supergroup “A Bunch Of Birds”. Vernissage ist um 19 Uhr, Konzertbeginn Punkt 20 Uhr.

Der Berger Kulturbeauftragte Andy Ammer & Quirin Leppert beim Aufbau der Ausstellung

Nachdem die Gemeinde das Gebäude größtenteils frei geräumt hat, hat eine Gruppe von Berger Bürgern seit Tagen eine Bar aufgebaut, geputzt, Bilder aufgehängt, Stühle herangeschafft, um den Sitzungssaal in eine Konzerthalle, das Trauzimmer in eine Bar, die Gänge in eine Galerie zu verwandeln und alles für ein schönes Fest vorzubereiten. Der Eintritt zu der heutigen Auftaktveranstaltung im BERG WERK ist frei. Für die vierköpfige.Band werden Spenden gesammelt, der Hut geht herum. Es gab eine Liste von Reservierungen, die inzwischen geschlossen ist, aber die Veranstalter (die Gemeinde Berg & der Kulturverein Berg) werden versuchen, jedem Interessenten einem Platz zu verschaffen … im Moment ist noch nicht einmal klar, wieviele Menschen im alten Sitzungssaal Platz finden werden.

Der neue Berger Veranstaltungsort: das BERG WERK im alten Sitzungssaal des Rathauses

“A Bunch Of Birds”, der Star des Abends, ist eine All-Star-Band um Ferdi Kraemer (Black Patti), Micha Acher (The Notwist & Hochzeitskapelle), Theresa Loibl (dito) und Maria Hafner (u.a. Zwirbeldirn). Weil die vier Profi-Msiker allesamt in anderen erfolgreichen Projekten spielen, ist das Berger Gastspiel eine der ganz seltenen Gelegenheiten, bei der die Band überhupt zusammen kommen kann. Sie spielen einen aus der Zeit gefallenen, entspannten, akustischen Blues, der tief in der neuen Münchner Akustik-Rumpel-Szene verwurzelt ist und in dem  Melancholie mit breitem Grinsen und eine internationale Volkstümlichkeit mit handwerklicher Virtuosität verbunden wird (auch der Blues ist Volksmusik). Die Debüt LP wurde prompt für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

A Bunch Of Birds geben heute in Berg eines ihrer seltenen Konzerte 

Passend zum Thema “BERG WERK” zeigt dazu der Allmannshauser Quirin Leppert unter anderem seine in jahrelanger Arbeit (und auf ausgedehnten Radtouren durch die Alpen entstandenen) “Passfotos” von einsamen Orten, wo sich der Mensch in seiner Allmacht am Gebirge abarbeitet (und meistens klein und bescheiden dem Gestein anschmiegt).

Ein Passfoto von Quirin Leppert im Schaukasten des alten Rathauses

Auch wenn der Bürgermeister die Veranstaltung in der letzten Gemeinderatssitzung als ‘”Probelauf” bezeichnet hat: Die nächste Veranstaltung steht schon fest. Am 22.7. werden u.a. Sepp Bierbichler, Michael Krüger und Josef Brustmann dort auf Initiative der Oskar-Maria-Graf-Buchhandlung den 132. Geburtstag ihres Namenspatrons, des Berger Schriftstellers feiern.

Außerdem ist geplant das Gebäude allen interessierten Berger Bürgern zu öffnen. Im Keller proben bereits Bands. Bei Interesse bitte melden unter mailto: textlink@gmx.com

Endlich: Ein Platz für Kreativität in Berg

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Hinweis: 12-Stunden-Übung der Feuerwehr Berg am Samstag 20.06.

Die Feuerwehr Berg führt übermorgen von 09:00 bis 21:00 ihre jährliche 12-Stunden-Übung durch. Sie hat dazu ein paar Hinweise veröffentlicht:

Am Samstag, den 20. Juni, führt die Feuerwehr Berg von 9:00 bis 21:00 Uhr eine ganztägige Einsatzübung durch. Im Verlauf des Tages werden an verschiedenen Orten im Gemeindegebiet unterschiedliche Einsatzszenarien aus den Bereichen Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung abgearbeitet. Ziel der Übung ist es, unter möglichst realistischen Bedingungen das Zusammenspiel unserer Einsatzkräfte zu trainieren und Abläufe für den Ernstfall zu festigen. Um eine möglichst praxisnahe Ausbildung zu gewährleisten, werden die einzelnen Szenarien als Alarmübungen durchgeführt. Die anrückenden Einsatzfahrzeuge werden dabei teilweise mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sein. Hierdurch kann es im Laufe des Tages örtlich zu einem erhöhten Lärmaufkommen sowie zu kurzzeitigen Verkehrsbehinderungen kommen. Alle dargestellten Schadenslagen sind Bestandteil der Übung und stellen keinen realen Notfall dar. Selbstverständlich bleibt die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Berg während der gesamten Übung uneingeschränkt gewährleistet. Für tatsächliche Notfälle stehen jederzeit ausreichend Einsatzkräfte und Fahrzeuge zur Verfügung. Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und bedanken uns bereits im Voraus für ihre Unterstützung.

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Die Gemeinderatssitzung vom 16.6.26

Wir schalten um von der royalen Berichterstattung über King Lui zum demokratischen Geschehen im Berger Gemeinderat, der sich gestern zu seiner dritten Sitzung in neuer Zusammensetzung traf. Das Aufregendste passierte am Ende ….

Zuerst aber berichtet der Bürgermeister aus der letzten nicht-öffentlichen Sitzung, dass der Damm am Schwarzweiher ausgebaut und dafür ein Förderantrag gestellt wird. In Allmannshausen wird der Primelweg ausgebaut, dabei gab es es 2 Gegenstimmen.

Unter “Termine” erwähnte der Bürgermeister rätselhafterweise weder die Eröffnung des “BERG WERK” am Donnerstag im alten Rathaus noch die gleichzeitig (!) stattfindende Informationsveranstaltung über das Energie-Sharing-Projekt EnTranC in der Gemeinde. Egal: es wird ein großes Fest werden!

Unerwähnt: Der alte Ratssaal von Berg, ab Donnerstag BERG WERK Pop-up Konzertsaal 

Dann neue Folgen aus der beliebten Serie: Gemeinderäte berichten über Mängel in ihrer Nachbarschaft: Christian Kalinke (QUH) hätte gerne eine Entschleunigung in der  Etztalstraße. Stefan Eisgruber (CSU) hat in Höhenrain ein kaputtes, leckendes Auto entdeckt. Jürgen Nowicki (FDP) hätte am Milchberg gerne einen Verkehrsspiegel, da die Hecke eines abgerissenen Hauses nicht mehr geschnitten wird.  Georg Brandl (CSU) schimpft, “da schaugt’s aus in der Gemeinde”, weil niemand mehr die Hecken schneidet, und meint zudem, die Straße vor seiner Tür habe “1000 Risse”.

Interessant bis unfreiwillig komisch wurde es unter TOP 3: Einer “Untersuchung über den Bedarf an Neuausweisung von Bauland unter Berücksichtigung des demographischen Wandels”, das ein Büro erstellt hatte. Deren erschütternde Feststellung zu Beginn: Bayern hat größten Flächenverbrauch aller Bundesländer, täglich (!) werden 9,3 ha pro Tag neu versiegelt. Allein schon deshalb lohnt sich.die Suche nach Baulücken und “Nachverdichtungspotential”. Ergebnis: In Berg gibt es bei 82 Baulücken, 12,7 ha an potentiellem Bauland. 46 ha seien geringfügig bebaut. Es gebe 4128 Wohnungen im Bestand. Um dem demographischen Wandel zu entsprechen, seinen 4-5 neue WE pro Jahr nötig. Das sei möglich durch “Aktivierung der Baulücken”. Deren Besitzer sollen angeschrieben werden. Der erstaunlich geringe Bedarf entstehe, weil es mehr Sterbefälle als Geburten und auch mehr Abwanderungen als Zuzüge gebe. Berg schrumpft von über 8350 vor ein paar Jahren auf derzeit 8009 Einwohner. Tendenz fallend.

Der Bürgermeister betonte, eine solche Untersuchung sei: “Aus unserer Sicht sehr theoretisch, eher ein  bürokratisches Monster“, das man erfüllen müsse, um gewissen Nachfragen übergeordneter Behörden, ob man denn auch genug für die Innenraumverdichtung tue, zu genügen. Christian Kalinke erinnerte daran, dass es noch mehr Leerstände als Baulücken gäbe. Seine Frage, wieso es in Berg  nicht wie in München eine “Leerstandssteuer” gäbe, blieb unbeantwortet. Die Inhaber der 82 Baulücken werden nun angeschrieben. Die Erfolgsaussichten sind marginal.

Abbildung aus der vorgelegten Untersuchung über Baulücken (rot) und geringfügig bebaute Grundstücke in der Gemeinde

Dann ging es um die neue Geschäftsordnung des Gemeinderates.

  • Der wenig nachhaltige Ausschuss für nachhaltige Entwicklung wird abgeschafft. Stattdessen gibt es einen neuen Haupt- und Finanzausschuss. Mal sehen, ob dieser mehr bringt.
  • Die Anzahlt der Info-Schautafeln in der Gemeinde wird von 16 auf 6 beschränkt und …
  • … in Zukunft ist verhinderten Gemeinderäten auch eine digitale Teilnahme an den Sitzungen möglich, Die Beschränkung auf vier Teilnehmende wurde zu Recht von den Grünen hinterfragt. Antwort: Mehr werden möglich sein, wenn nach den Testläufen die technischen Voraussetzungen dafür geschaffen sind.
  • Eine digitale Übertragungen  der Gemeinderatssitzungen wird es auch in Zukunft hingegen nicht geben, weil – anders als im Kreistag – durch die Sitzordnung nicht ausgeschlossen erden könne, dass Zuschauer*innen im Bild sind.

Schließlich wurde der unabhängige Rechnungsprüfungsausschuss besetzt. Einstimmig wurden in bester einem solchen Gremium anstehender Tradition ohne Diskussion die vorgeschlagenen Gemeinderäte Gastl (CSU) & Sewald (EUW) als 1. und 2. Vorsitzende gewählt.

Auch von einem kleinen, peinlichen Skandal gilt es zu berichten: Weil bei dem Antrag auf Vereinsförderung aus der “Sportmilliarde” entweder vom ehemaligen Kämmerer der ergangene Gemeinderatsbeschluss offenbar nicht hochgeladen wurde oder es nicht mehr nachvollziehbare technische Probleme gab, wurde der Antrag, der nach Überzeugung von FSV Höhenrain,  TC Berg und EC Höhenrain Aussicht auf Erfolg gehabt hätte, gar nicht erst im Verfahren zugelassen. Laut Bürgermeister “lässt sich nicht nachvollziehen, wo der Fehler war.”  Und: “Es tut uns fürchterlich leid”. Eine womöglich teure Panne war es trotzdem.

Und dann, als gerade die nicht-öffentliche Sitzung kurz bevorstand und Post-Wirt Andi Gröber den Saal betreten hatte, wurde unter Verschiedenes doch noch das “BERG WERK” in letzter Sekunde erwähnt: Es sei eine “Testveranstaltung”. Hoffen wir mal, dass sie bestanden wird.

In allerletzter Sekunde gab es dann noch einen kleinen Aufreger. GR Stefferl (Grüne) fragte nach, ob denn der neue Gemeinderat noch einmal über den beschlossenen Rathausverkauf nachdenken wolle. Zunächst wurde abgewiegelt, denn auf diesem beruhe die Genehmigung des Haushalts (ein Umstand, den Altbürgermeister Monn bei der Bürgerversammlung bezweifelt hatte). Auch Christian Kalinke (QUH) erinnerte daran, dass auf der Bürgerversammlung eine Neubewertung gefordert worden war. Mit 16 gegen 5 Stimmen erbat sich der Gemeinderat dann eine neue Diskussion über den Verkauf des ‘Rathauses. Der Bürgermeister versprach, bei der Genehmigungsbehörde Erkundigungen einzuziehen, ob das juristisch überhaupt möglich sei bzw. was dies für Folgen habe.

Dann schlossen sich die Türen hinter Andi Gröber, dem Postwirt, der eine Abbruchgenehmigung für die Post in der Tasche hat.

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Der Gedenkgottesdienst für den Vertreter der “bayerischen Popkultur” König Ludwig II.

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Wetter

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