Baumängel im neuen Rathaus / der Praxistest

Allgemein wird das neue Berger Rathaus positiv aufgenommen. Auch am Tag der offenen Tür gab es größtenteils Lob für das ansprechende Ambiente. Wir haben das Gebäude schon mal einem Praxistest unterzogen, waren ebenfalls größtenteils begeistert … fanden aber auch einige Baumängel.

Im Halbstundentakt führte der Bürgermeister am Freitag durch das neue Gebäude

Theoretisch sieht alles gut aus, aber taugt das Gebäude auch etwas? – Wir haben uns im neuen Rathaus einen neuen Paß bestellt. Es ging gut los: “Hinter dem Haus”, am Huberfeld, wo postalisch der Haupteingang ist, fanden sich viele leere Parkplätze:

Freie Parkplätze für freie Bürger

Einen ersten Baumangel fanden wir noch vor dem Betreten des Gebäudes. Die Fensterscheiben hinter dem “Bürgerservice” mußten mit Papier verklebt werden. Man hatte vergessen, das man in dieser Stelle nicht von außen auf die Bildschirme mit sensiblen Daten sehen darf. Abhilfe ist  “angedacht”.

Vorläufiger Do It Yourself-Sichtschutz 

Dann hinein ins Gebäude (Achtung: Tür öffnet selbständig!) … wir wenden uns nach rechts, wo über dem gesamten Nordflügel “Bürgerservice” angeschrieben steht.

Ein Blick auf die gelungenen Kunstwerke in Vorübergehen. Einige Bürger hatten bemängelt, dass sie  (noch?) nicht beschriftet sind. Ein Katalog ist in Arbeit. Ein paar Schilder könnten sich wohl auch noch finden. Dann die erste positive Überraschung (auf die wir allerdings erst hingewiesen werden mußten, da das Lämpchen so diskret klein ist:) Ein grünes Licht zeigt an, dass das Büro frei ist.

Grün: Bitte eintreten!

Drinnen ist das Büro noch etwas spartanisch leer und weiß, aber ein kleines Pflänzchen auf dem Tisch tut sein Bestes, uns Bürger “Willkommen!” zu heißen, Die nette Dame vom Bürgerservice tut ein übriges und lacht uns an.

Willkommen beim Bürgerservice

Dann zeigt sich, dass die vielbeschworene “Digitalisierung” triumphal ins Haus eingezogen ist. Neben dem Schreibtisch, wo wir unseren Antrag gleich digital abgeben werden (das System kennt unsere Daten, wir müssen nichts ausfüllen), steht ein Apparat, mit dem man jetzt hier, gleich und sofort das nötige Passbild von sich machen kann, dass sich dann bereits im System befindet! Toll!

Kein Gang mehr in die (eh geschlossene) Apotheke: Der digitale Passbildautomat

Die Gemeinde bedauert zwar, dass sie “keine Schminkutensilien” zur Verfügung stellen kann, aber man kann das Bild korrigieren und aus mehreren Versionen das schönst auswählen:

Paßbilder sofort und selbstgemacht

Dann nur noch (digital) unterschreiben, bei Bedarf mit dem Handy bezahlen … in wenigen Minuten ist alles fertig, kein Formular war nötig und es bleibt sogar noch Zeit für einen kleinen Plausch. Fazit: Noch nie war es so einfach, sich einen neuen Pass zu besorgen! Großes Lob! … Wieder draußen auf dem Flur fühlt man sich zwar etwas allein im großen weißen Rund, aber da fehlen in den Wandnischen auch noch die Vitrinen für weitere Kunstwerke,

Viel Platz und weiche, weiße Formen

Bemängelt werden mußten leider auch die Behindertentoiletten: Die schweren Türen, die sich nach Außen öffnen lassen, (Baumangel 3) sind für Rollstuhlfahrer wohl ohne Hilfe bislang nicht zu bewältigen. Da muß offenbar noch einmal neu nachgedacht werden.

Ob der große Ratssaal auch als stimmungsvoller Ort für Veranstaltungen geeignet ist, das testen wir am Samstag, wenn Maxi Pongratz für ein ausverkauftes Haus sogen wird.

Hoffentlich nicht nur Rats-, sondern vielfältig nutzbarer auch Bürgersaal

Und wenn man dann das Gebäude verläßt, dann grüßt zum Abschied aus dem ersten Stock auch noch Oskar Maria Graf herunter zum Kreisel. Das hat uns auch sehr gefallen. Vielleicht würde hier (wenn das Licht im Gang dann ausgeht), ein kleiner Strahler auf ihn das Ganze zu einem wahren Spektakel machen.

Oskar sagt zum Abschied leise Servus

 

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Die JHV der FFW Allmannshausen – ein Bericht von Dr. Matthias Biemer

Danke, lieber Matthias, dass du uns den Bericht  über die Jahreshauptversammlung geschickt hast, die am Freitag, den 16. Januar stattfand.

Geehrte und Verantwortliche der FFW Allmannshausen mit dem “Erretter” von Fritz Güllich

Ein „Erretter“ für die FFw-Allmannshausen


Am 16.01.2026 trafen sich die Mitglieder der Ffw-Allmannshausen zur 151. Jahreshauptversammlung. Es wurde mit einem köstlichen Rehgulasch von unserem Metzger Erich Zielke, aus der Metzgerei Wittur von Aufkirchen, ab 18:45 Uhr eröffnet.

Rückblickend war auch das Jahr 2025 ein durchaus sehr aktives Jahr für den Verein. So gab es dann ab 19:40 Uhr, unter der Leitung des ersten Vorsitzenden Dr. Med. Univ. Matthias Biemer an der JHV viel Lob für die aktive Mannschaft, aber auch für die vielen aktiven und fördernden Mitglieder des Vereines. Begrüßt wurden unter anderem der 1. Bürgermeister Rupert Steigenberger, der Kreisbrandmeister Thomas Schade, die anwesenden Gemeinderäte Peter Sewald, Jonas Goercke, Andreas Schuster und Georg Haslbeck sowie die Kameraden der Patenwehr aus Höhenrain 1. Vorsitzender Stefan Eisgruber und 2. Vorsitzende Bianca Kraus. Ein besonderer Gruß erging an die Ehrenmitglieder: Georg Leinbach, Walter Quien, Josef Sewald Senior und Hans-Peter Eisenhut, welche dieses Jahr sich aus verschiedenen Gründen entschuldigt hatten.

Der Verein zählt aktuell 159 Mitglieder, davon 7 Frauen. Neu hinzugekommen sind dieses Jahr in die aktive Mannschaft, Florian Hang; zur Jugend Veronika Gastl und Anna Wild und zu den fördernden Mitgliedern Frau Astrid Posegga, welche ebenfalls herzlichst begrüßt wurden. Nachdem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Peter Goercke und Kastulus Fischer-Hagl, welcher ein wesentlicher Teil der Gemeinschaft der Ffw gewesen ist, bedankte sich Dr. Matthias Biemer bei den Mithelfenden dieses Jahr: Richard Fischer, Sebastian Holzbauer, Ernst Treffers, Jonas Gastl, Florian Steinsberger, Ruth Sewald, Florian Davidsen, Hans-Peter Eisenhut, Susanne und Georg Urban, Peter und Ursi Gämmerler, Franziska Fischer, Heidi Sewald und Lena Gastl-Pischetsrieder welche einen tollen Job als Jugendvertreterin im Vorstand geleistet hat. Überhaupt wurde die Feuerwehrjugend bzgl ihres Einsatzes und Leistung in 2025 besonders und auch ihre Leiter und Ausbilder Jonas Goerke, Robbie Behrends, welcher aufgrund beruflicher Veränderungen, leider nach Portugal ausgewandert ist, und Philipp Gämmerler, welcher das Amt vom Robbie übernommen hat, gelobt. „Es ist der aktuelle Stolz der FFw-Allmannshausen eine solch starke Jugendtruppe zu haben!“, erwähnte Dr Matthias Biemer.

Es folgte dann, zum ersten Mal detailliert von Peter Gämmerler vorgetragen, der Kassenbuchstand, welcher sich aktuell wieder, aufgrund erfolgreicher Veranstaltungen und einiger Spenden, einigermaßen auf einem ausgeglichenen Niveau eingependelt hat. Dann folgte der Bericht des 1. Kommandanten Richard Fischer. welcher 331 geleistete Einsatzstunden bei über 20 Einsätzen mit den 47 aktiven Mitgliedern, davon 7 Frauen und die Jugendgruppe 2025 stemmte. Dazu kamen 1350 geleistete Stunden im Übungsdienst mit einer durchschnittlichen Teilnehmeranzahl von 24 Kameraden und Kameradinnen, sowie 1020 Ausbildungsstunden ohne Vor-und Nachbereitung neben den ganzen anderen Vereinsveranstaltungen. „Eine gewaltige Leistung 2025 für unser kleine Wehr in Allmannshausen!“, verkündete stolz Kommandant Fischer. Im besonderen bedankt er sich nun hier bei seinem 2. Kommandanten, Florian Steinsberger der sich stark und sehr schnell in die Arbeit als 2. Kommandant, neben seiner Tätigkeit als Atemschutzwart der Wehr eingearbeitet hatte. Zum Dank überreicht er ihm eine kleine Aufmerksamkeit und betont das herausragende Engagement, Fachwissen, Sachlichkeit und seine freundschaftliche Haltung in alle Aufgabenbereichen. Desweitern geht auch ein Dank an Robbie Behrends und Jonas Goercke mit ihrer außergewöhnlichen Jugendarbeit. Den Gerätewarten sowie dem Atemschutzwarten Florian Steinsberger und Moritz Gämmerler, Heidi Sewald als Kleiderwart, Florian Davidsen als Getränkewart und Christoph Becker mit seiner Frau Susanne die jede Übung mit einer köstlichen Brotzeit aufwerteten.

Nach den Berichten des Jugendwartes Jonas Goercke, der die super Gemeinschaft und sehr aktive Jugend lobte, sowie dem Bericht des Atemschutzwartes Florian Steinsberger der stolz auf seine 21 Atemnschutzträger mit 285 Stunden Atemschutzeinsatz und den Neuzugängen Sebastian Holzbauer, Rupert Kleinknecht, Franz Sewald und Leo Voglsang, 2025 zurückblickt. Das Wort wird danach wieder an Biemer übergeben der nun die Ehrungen für die jahrzehntelangen Mitgliedschaften ehrt: Geehrt wurden Michael Steinsberger, Maximilian Mühle und Philipp Gämmerler für 20 Jahre Mitgliedschaft. Jens Davidsen und Andreas Misch für 25 Jahre. Gerald Urban und Alexander Fröhlich für jeweils 40 Jahre. Herausragend und mit einem riesigen Applaus ist Bernd Brunnhuber für 50 Jahre aktive Tätigkeit in der Mannschaft und Verein, mit einem großem Geschenkekorb und Urkunde geehrt worden. Bernd Brunnhuber verkörpert wie kaum ein Anderer diese Feuerwehr. Als langjähriger Kommandant, Jugendleiter, Gruppenführer und Maschinist ist er 1976 in die Ffw-Allmannshausen eingetreten und ein bestimmendes Urgestein unserer Wehr geworden. Er war maßgeblich 2010/11 am Umbau und an der Modernisierung unseres Feuerwehrhauses beteiligt und hat viele der heute stattfindenden regelmäßigen Veranstaltungen (Kartenspielen, Sommerfest, Feuerwehrausflug, Christkindlmarkt, etc.) ins Leben gerufen. Die FFw-Allmannshausen hat ihm sehr viel zu verdanken! Eine Ehrung im LRA Starnberg wird dieses Jahr noch folgen. Er ist dann neben Heinz Sewald der Zweite, der eine aktive Zeit von 5o Jahren in unserer Wehr verbracht hat. Zum Schluß folgte auch die Ehrung der 60 jährigen Mitgliedschaft von Georg Leinbach, eines unserer langjährigen Ehrenmitglieder. Entsprechend wurde dies mit einem besonderen Geschenkekorb und Urkunde geehrt.

Danach folgte die Wahl der Vertrauensleute, nach der neuen Satzung. Zuerst bestimmte die Jugend ihren neuen Vertrauensmann/-frau. Einstimmig und ohne Enthaltung wurde unser neues Jugendmitglied Veronika Gastl in das Amt gewählt und folgte Lena Gastl-Pischetsrieder. Jan Sandgathe und Jonas Gastl mussten ebenfalls ihr Amt nach 2 Jahren abgeben, und nach neuer Satzung wurde für die Mannschaft Simon Steinsberger als alleiniger Vertrauter für 2 Jahre gewählt. Zuletzt folgten die Frauen, und hier wurde Anna Gastl einstimmig gewählt und folgt damit Ursi Gämmerler, welche das Amt die letzten 2 Jahre inne hatte.

Als abschließendes Highlight folgte dann die Einweihung der Plastik der „Erretter“ von Fritz Güllich, welche er der FFw-Allmannshausen als Dauerleihgabe übergab. Sie bekam eine Ehrenplatz im Mannschaftsraum und thront nun wie eine Art „moderner Schutzpatron“ über unseren Versammlungen und kann hier jederzeit bewundert werden. Ein ganz herzliches Dankeschön an Fritz Güllich, der damit auch das kulturelle Leben in unserem FFw-Haus um ein tolles Stück erweitert. Es folgte dann noch ein Gruß aus dem fernen Portugal von unserem Mitglied Robbie Behrends, der aktuell Besuch von unserem Kameraden Burkhard Döhring bekommen hatte.

Zum Schluß erinnerte Dr Biemer an das nächste Patrozinium unserer Kirche St. Valentin, welches am 14.02.2025, um 19 Uhr, am gleichnamigen Valentinstag, stattfinden wird und wo natürlich jeder dazu eingeladen ist!

Dr. Matthias Biemer beschließt die Jahreshauptversammlung um 20:50 Uhr. Es folgte dann noch eine wunderbarer Abend, der erst spät in der Nacht zur Zufriedenheit aller ein Ende fand. Ein herzliches Dankschön an alle Mitwirkenden und Unterstützer der FFw Allmannshausen.

 

Dr. Matthias Biemer

 

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Zum Stand der Unterhaltungen

Das Rathaus ist eröffnet. Die kommenden Wochenenden sind verplant. Am 31.1. findet das erste Kulturereignis im neuen Rathaus statt. Für das Maxi Pongratz-Konzert haben die Gemeinde, ihr Kulturbeauftragter Andreas Ammer und der Kulturverein zum Maxi Pongratz Konzert ins neue Rathaus geladen. Für die Veranstaltung gibt es nur noch wenige Restkarten in der Oskar-Maria-Graf-Buchhandlung. Je nachdem, wie viele Personen in den neuen Ratssaal passen (es fehlen ja noch Erfahrungswerte, weil es die erste Veranstaltung dort ist), könnte es noch einige Tickets an der Abendkasse geben.

Quer zum Kulturbetrieb: der heimatverbundene Maxi Pongratz (Photo Trikont)

Für Maxi läuft es gerade wunderbar. Er hat letzte Woche im völlig ausverkauften Münchner Volkstheater zwei umjubelte Konzerte gegeben, und die Süddeutsche hat ihm aus Anlass seiner neuen Schallplatte eine ganze Seite gewidmet:

Letzte Woche ganzseitig in der SZ, nächste Woche leibhaftig in Berg

In der Woche drauf, am 7. und 8. Februar lädt die QUH dann in den Berger Marstall: Zuerst zur Retrospektive zum 100. Geburtstag des Schauspielers, Ex-Aufkirchners und Künstlers Heinz Schubert (einst bekannt als “Ekel Alfred”), ebenfalls samt Filmvorführung, …

Wie “Dusselige QUH”? Samstag Ausstellung & Film, Sonntag QUH-Neujahrsempfang im Marstall

… dann am 8.2. zum Neujahrsempfang der QUH. Als Ehrengast haben wir den Starnberger Architekten Marco Goetz gewinnen können, der quasi im Alleingang aus der Ruine des Starnberger Bahnhofsgebäudes einen Treffpunkt für die Stadt gemacht hat. Er wird in seiner Festrede “Was macht ein Dorf lebenswert?” Ideen für einen Dorfplatz in Aufkirchen vorstellen. Seit unserem fast 20 Jahre alten Artikel über das städtebauliche Vakuum von Aufkirchen ist leider nichts geschehen: https://quh-berg.de/ortsmitte-aufkirchen-4288799/. Der Eintritt ist jeweils frei!

Aufkirchen, das Zentrum der Gemeinde Berg, braucht eine Dorfmitte!

Und noch ein kleiner, stolzer Rückblick: Der QUH-Filmabend im “Alten Wirt” vom Freitag war wieder ein schöner Erfolg: Wir mussten für den Film “Ein stummer Hund will ich nicht sein” von Walter Steffen noch extra Stühle in den übervollen Wirtsaal hereintragen, um das neugierige und diskussionsfreudige Publikum unterzubringen.

Der Saal proppenvoll, die Veranstalter glücklich: Bergs Kulturbeauftragter Andy Ammer, Drehbuchautor Gert Holzheimer, Regisseur Walter Steffen, QUH-Chefin Elke Link (Photo HP Höck)

NACHTRAG für die, die Veranstaltung verpaßt haben: Zum Holocaust-Gedenktag wurde der Film heute auch zum kostenlosen Streaming freigeschaltet: https://konzept-und-dialog.de/filme-streamen/

 

 

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Polarlichter über Berg

Polarlichter über Berg
In Farchach wurde das seltene Naturschauspiel zuerst gesichtet: Über Berg zeigten sich Montagnacht vor Mitternacht klar und deutlich wieder einmal Polarlichter. Polarlichter am 19.01.2026 gegen 22 Uhr über Berg (Foto Melitta Schmid) Unsere Blog-Leser schickten uns sofort ihre Bilder. Besonders schöne Bilder machte wieder Sebastian Holzbauer: Wandererin unter dem Sonnensturm weiterlesen...

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